Rothensteiner Angler engagieren sich
im Thüringer Artenschutzprogramm!
Im Rahmen des Projektes „Durchführung von Maßnahmen zur Sicherung und zum Erhalt von in Thüringen vom Aussterben bedrohten bzw. gefährdeten Fischarten, Projektteil 1" ist die Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e. V. (AAT) vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt beauftragt worden, sich dem Schutz und dem Monitoring seltener und gefährdeter Fischarten anzunehmen. Für die Hege suchte die AAT nach geeigneten Gewässern. Im Rahmen einer seit dem 12.04.2008 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen der AAT und dem Verband für Angeln und Naturschutz e. V. (VANT) stellte der Anglerverein Rothenstein e.V. den oberen und unteren Teich im Oelknitzer Grund für die Vermehrung geschützter autochthoner (einheimischer bzw. standorttypischer) Arten zur Verfügung.
Die Zielarten Ukelei (Alburnus alburnus, garantiertes Thüringer Gen-Material) – in Thüringen selten, vorwiegend Nachweise im Nordosten), Bitterling (Rhodeus sericeus amarus – in Thüringen nur einzelne Nachweise vorhanden) und
Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis – in Thüringen nur noch eine gesicherte Population bekannt) wurden aus der Fischzucht Clemens Seyfarth (Fischzüchter aus Göschitz) im Mai diesen Jahres übernommen.Die Fischarten Bitterling und Schlammpeitzger werden durch Anhang II der FFH-Richtlinie (92/43/EWG) EU- weit geschützt und sind Bestandteil der „fischfaunistischen Referenz" (Barbenregion) der mittleren Saale.
Bis 2015 sind nach EU-Wasserrahmenrichtlinie bei Erreichen des geforderten „guten ökologischen Zustandes" der Oberflächengewässer auch diese Arten reproduktionsfähig in der Saale nachzuweisen.
Im Rahmen des Projektes wird im Herbst 2008 die Entwicklung der genannten Zielarten überprüft. Sollten sich die vorhandenen Beifischarten zu stark vermehrt haben, werden sie reduziert. Diese Art des Monitorings wird in den kommenden Jahren weitergeführt und von kompetenten Vertretern der AAT begleitet.
Gerhard Kemmler
Vorsitzender
